NRC-Bedarfsrechner für erwachsene Hunde

Erwachsene Hunde NRC-Bedarfsrechner

NRC 2006 Präzisions-Standard

Nährstoffversorgung erwachsener Hunde nach NRC 2006

Der Rechner zeigt den Nährstoffbedarf gesunder, erwachsener Hunde im Erhaltungsbedarf nach den empfohlenen Zufuhren („Recommended Allowance“) des NRC 2006, bezogen auf 1.000 kcal umsetzbare Energie. Die Energie wird als Richtwert je nach Aktivitätsstufe berechnet. Die Nährstoffmengen werden mindestens für 130 kcal/kg0,75 berechnet, der Energiebasis des NRC. Vitamin A und D werden in I.E. und µg angegeben. Der Rechner ist keine Fütterungsempfehlung und keine Dosierung. Er empfiehlt keine Produkte.

Was ist der NRC und woher stammen die Werte in diesem Rechner?

Der National Research Council (NRC) ist die wissenschaftliche Beratungsorganisation der US National Academies. Seine Veröffentlichung „Nutrient Requirements of Dogs and Cats“ (2006) ist eines der umfassendsten Nachschlagewerke zum Nährstoffbedarf von Hunden und Katzen. Für erwachsene Hunde im Erhaltungsbedarf nennt der NRC eine empfohlene Zufuhr („Recommended Allowance“, RA) pro 1.000 kcal umsetzbarer Energie (ME). Genau diese Werte verwendet der Rechner. Quelle: NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Cats, The National Academies Press, DOI 10.17226/10668.

Warum rechnet der Rechner mit der metabolischen Körpergröße (kg0,75)?

Der Energieumsatz von Säugetieren wächst nicht linear mit dem Körpergewicht, sondern ungefähr mit der 0,75-ten Potenz. Das geht auf die Arbeit von Max Kleiber zurück (Kleiber M. (1932): Body size and metabolism. Hilgardia 6(11)); Kleiber fand für den Vergleich von Ratte, Mensch und Rind die 3/4-Potenz als beste Vergleichsgröße. Die metabolische Körpergröße (mKG = Gewicht0,75) wird deshalb in der Hundeernährung üblicherweise als Bezugsgröße für Energie verwendet. Der NRC legt den Erhaltungsbedarf von Hunden in kcal pro kg0,75 fest, und Nährstoffbedarf wird entweder pro kg Futter, pro 1.000 kcal oder pro kg0,75 ausgedrückt (Hill R. (2024): Precision for Future Nutritional Requirements for Companion Animals (Vortrag, University of Florida Nutrition Symposium)). Wichtig: Kleiber hat die Potenz nicht speziell für Hunde bewiesen. Für Hunde ist 0,75 eine anerkannte, aber vereinfachende Konvention (siehe Frage zur Genauigkeit).

Welche Aktivitätsstufen gibt es und woher kommen die kcal-Werte?

Der Rechner bietet drei Stufen an: wenig aktiv (95 kcal/kg0,75), normal aktiv (110 kcal/kg0,75) und aktiv (130 kcal/kg0,75). 95 und 130 stammen aus dem NRC 2006; die WSAVA gibt sie als Berechnung für inaktive (95) bzw. aktive (130) erwachsene Hunde an (WSAVA: Calorie Needs for Healthy Adult Dogs (Stand Juli 2020)). Der Wert 110 ist die zweite Berechnungsgrundlage, auf die die FEDIAF ihre Mindestwerte für erwachsene Hunde bezieht (95 oder 110 kcal/kg0,75; FEDIAF Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs (2025)). Für Sport- und Arbeitshunde kannst du die Energiemenge selbst eintragen. Die Spannbreite ist groß: Je nach Quelle liegt der Bedarf von Arbeits- und Rennhunden deutlich höher (z. B. Windhunde ca. 140, Arbeitscollies ca. 184, Jagdhunde ca. 240 kcal/kg0,75; Hill R. (2024): Precision for Future Nutritional Requirements for Companion Animals (Vortrag, University of Florida Nutrition Symposium)). Die Energiewerte sind Richtwerte, keine Fütterungsvorgabe.

Wie genau ist die Energieangabe?

Sie ist ein Ausgangspunkt, kein Messwert. Das MSD Veterinary Manual nennt, dass der individuelle Bedarf eines Hundes um bis zu 30 % über oder unter dem berechneten Wert liegen kann (MSD Veterinary Manual: Nutritional requirements of small animals). Eine Metaanalyse von 70 Gruppen aus 29 Studien fand einen mittleren Erhaltungsbedarf von 142,8 kcal/kg0,75; kastrierte Hunde benötigten im Mittel weniger als nicht kastrierte (146 vs. 196), und Pet-Hunde lagen mit rund 141 niedriger als Arbeits- und Rennhunde (Bermingham E. N. et al. (2014): Energy requirements of adult dogs: a meta-analysis. PLoS ONE 9(10): e109681). Die von den Autoren abgeleitete Gleichung verwendet statt 0,75 den Exponenten 0,93, schwerere Hunde brauchen demnach pro kg0,75 mehr Energie. Auch die WSAVA betont, dass manche Hunde mehr oder weniger Kalorien brauchen, um ihr Idealgewicht zu halten (WSAVA: Calorie Needs for Healthy Adult Dogs (Stand Juli 2020)). Kontrolliere deshalb Gewicht und Körperkondition regelmäßig und passe die Menge an.

Warum ändern sich die Nährstoffmengen nicht, wenn ich eine niedrigere Aktivität wähle?

Das ist eine bewusste Entscheidung bei der Berechnung. Die NRC-Werte pro 1.000 kcal beruhen auf einer Energieaufnahme von 130 kcal/kg0,75, die bei Laborhunden gemessen wurde (Hill R. (2024): Precision for Future Nutritional Requirements for Companion Animals (Vortrag, University of Florida Nutrition Symposium)). Pet-Hunde sind im Durchschnitt weniger aktiv. Würde man die Nährstoffe einfach mit der kleineren Energiemenge verrechnen, bekäme ein ruhiger Hund rechnerisch weniger Calcium, Zink oder Vitamine, obwohl sein Bedarf an diesen Nährstoffen nicht im gleichen Maß sinkt. Die FEDIAF löst dasselbe Problem, indem sie die NRC-Werte für Haushunde um 20 % erhöht (FEDIAF Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs (2025)). Auch der NRC selbst weist in Tabelle 15-5 darauf hin: Bei Hunden mit ungewöhnlich niedriger Energieaufnahme sind die Konzentrationen pro 1.000 kcal möglicherweise nicht ausreichend, diese Tiere sollen die Nährstoffmengen der Spalte „pro kg0,75“ erhalten (NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Cats, The National Academies Press, DOI 10.17226/10668). Dieser Rechner geht deshalb folgenden Weg: Die Nährstoffmengen werden mindestens für 130 kcal/kg0,75 berechnet. Bei einem höheren Energiebedarf (aktive Hunde, eigener kcal-Wert) steigen sie proportional mit. Die Energie hängt von der Aktivität ab, die Nährstoffmenge nur dann, wenn der Hund mehr als die NRC-Basis braucht.

Wie funktioniert die Eingabe meiner Futtermenge in kcal?

Wähle statt einer Aktivitätsstufe „Meine Futtermenge in kcal eingeben“ und trage die Kalorien ein, die dein Hund pro Tag insgesamt bekommt, also Hauptmahlzeiten, Snacks, Öle und Kauartikel. Die Nährstoffmengen berechnet der Rechner aus Gewicht und Futtermenge: Liegt deine Futtermenge unter der NRC-Basis von 130 kcal/kg0,75, gelten die Nährstoffmengen dieser Basis, und dein Futter muss pro 1.000 kcal entsprechend nährstoffreicher sein (der Rechner nennt dir den Faktor). Liegt sie darüber, steigen die Mengen proportional mit. Beispiel: Bei 20 kg und nur 898 kcal (95 kcal/kg0,75) braucht die Ration pro 1.000 kcal das 1,37-Fache (130 / 95) der NRC-Werte pro 1.000 kcal. Der NRC gibt seine Empfehlungen pro 1.000 kcal und pro kg0,75 an (NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Cats, The National Academies Press, DOI 10.17226/10668; Hill R. (2024): Precision for Future Nutritional Requirements for Companion Animals (Vortrag, University of Florida Nutrition Symposium)).

Warum werden Vitamin A und D in I.E. und in µg angegeben?

Weil beide Einheiten verwendet werden: Der NRC gibt Vitamin A in µg Retinol-Äquivalenten und Vitamin D in µg an, Futtermittel- und Ergänzungsdeklarationen verwenden dagegen häufig Internationale Einheiten (I.E.). Damit du nicht selbst umrechnen musst, zeigt der Rechner beides. Die Faktoren sind: Vitamin A: 1 I.E. = 0,3 µg RAE (Retinol) (NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin A; FDA (2019): Converting Units of Measure for Folate, Niacin, and Vitamins A, D, and E on the Nutrition and Supplement Facts Labels). Vitamin D: 1 µg = 40 I.E., also 1 I.E. = 0,025 µg (NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin D; FDA (2019): Converting Units of Measure for Folate, Niacin, and Vitamins A, D, and E on the Nutrition and Supplement Facts Labels). Aus 379 µg RAE Vitamin A je 1.000 kcal ergeben sich so rund 1.263 I.E., aus 3,4 µg Vitamin D rund 136 I.E. Für Vitamin E gilt (nur zur Information): 1 I.E. = 0,67 mg bei natürlichem und 0,45 mg bei synthetischem α-Tocopherol (NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin E; FDA (2019): Converting Units of Measure for Folate, Niacin, and Vitamins A, D, and E on the Nutrition and Supplement Facts Labels). Der Rechner gibt Vitamin E in mg aus, wie im NRC.

Warum fehlen Biotin, Arachidonsäure und weitere Werte?

Der Rechner gibt nur Nährstoffe aus, für die NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Cats, The National Academies Press, DOI 10.17226/10668 für erwachsene Hunde im Erhalt eine empfohlene Zufuhr nennt. Für Biotin liegt kein Wert vor, und auch zu Arachidonsäure führt die Erhaltungstabelle keine Empfehlung für Erwachsene. Im Welpenrechner ist das anders, weil dort für das Wachstum eigene Quellen herangezogen werden (siehe Welpen NRC-Bedarfsrechner). Bevor ein Wert ohne belastbare Quelle erscheint, lassen wir ihn lieber weg.

Warum unterscheiden sich die Werte von den FEDIAF-Mindestwerten?

NRC und FEDIAF sind unterschiedliche Regelwerke mit unterschiedlichem Zweck. Der NRC nennt wissenschaftlich abgeleitete Empfehlungen („Recommended Allowance“). Die FEDIAF-Leitlinien definieren Mindest- und Höchstwerte für Alleinfuttermittel in der EU und stützen sich bei den meisten Erwachsenenwerten auf den NRC, erhöht um 20 %, um die geringere Energieaufnahme von Haushunden auszugleichen (FEDIAF Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs (2025)). Beispiele für Erwachsene bei 110 kcal/kg0,75 als Berechnungsgrundlage: Calcium mindestens 1,25 g und Phosphor mindestens 1,00 g je 1.000 kcal (NRC-RA: 1,0 g und 0,75 g). Bei Selen ist es umgekehrt: Die FEDIAF verwendet die Empfehlung für Katzen, weil für erwachsene Hunde keine genauen Daten vorliegen, und kommt auf 57,5–67,5 µg je 1.000 kcal bei Feuchtfutter (NRC-RA: 87,5 µg). Ein Futter, das die FEDIAF-Mindestwerte erfüllt, kann deshalb bei einzelnen Nährstoffen leicht von den NRC-Werten abweichen; das ist kein Fehler des Rechners.

Warum ist die Calciumversorgung bei erwachsenen Hunden trotzdem wichtig?

Erwachsene Hunde passen die Calciumaufnahme im Darm bei niedriger Zufuhr kaum an. In einer Studie mit 12 Hunden, die über 28 Wochen nur den NRC-Mindestbedarf an Calcium erhielten, blieb die Calciumbilanz negativ, und die Calciumausscheidung über den Kot sank nicht (Schmitt S. et al. (2018): Faecal calcium excretion does not decrease during long-term feeding of a low-calcium diet in adult dogs. J Anim Physiol Anim Nutr 102(2)). Nach Übersichtsangaben verlieren Hunde auch bei knapper Zufuhr weiter Calcium über Kot und Urin und greifen dann auf die Skelettreserven zurück (Schmitt S., Dobenecker B. (2020): Calcium and phosphorus metabolism in peripartal dogs. J Anim Physiol Anim Nutr 104: 707–714). Eine dauerhaft zu knappe Calciumzufuhr ist daher nicht folgenlos, auch wenn man sie im Alltag nicht sofort bemerkt.

Warum lohnt es sich, selbst zusammengestellte Rationen mit Werten zu überprüfen?

Weil Rezepte ohne Berechnung häufig Lücken haben. In einer Auswertung von 200 Rezepten für selbstgekochtes Hundefutter aus Büchern und Internetquellen fehlte bei 95 % mindestens ein essenzieller Nährstoff, am häufigsten Cholin, Vitamin D, Zink und Vitamin E (Larsen J. A. et al. (2013, UC Davis): Studie zu 200 Rezepten für selbstgekochtes Hundefutter, J Am Vet Med Assoc). Bei 95 Rationen mit rohem Fleisch und Knochen lag etwa jede zehnte bei weniger als einem Viertel der Calciumempfehlung, rund die Hälfte unter dem NRC-Mindestbedarf für Jod, und etwa 60 % hatten mindestens eine dieser Auffälligkeiten (Dillitzer N., Becker N., Kienzle E. (2011): Intake of minerals, trace elements and vitamins in bone and raw food rations in adult dogs. Br J Nutr 106(S1): S53–S56). Auch eine tierärztliche Übersichtsarbeit nennt bei BARF-Rationen häufig Unter- oder Überversorgungen, vor allem bei Calcium, Kupfer, Zink, Jod und den Vitaminen A und D, und rät zur Rationsüberprüfung (Kölle P., Schmidt M. (2015): BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) als Ernährungsform bei Hunden. Tierärztl Prax Ausg K 43(6): 409–419). In einer Münchner Dissertation mit 104 Hunden zeigte die Rationsberechnung nach NRC-Werten in der BARF-Gruppe bei 76 von 83 Hunden Mängel, in der Kontrollgruppe mit Fertigfutter bei 8 von 21; das Blutbild (BARF-Profil) spiegelte die berechnete Versorgung kaum wider (keine Korrelation über 0,21) (Hajek V. (2023): Computergestützte Rationsberechnung (Diet Check Munich) versus BARF-Blutprofil beim Hund. Dissertation, LMU München). Der Rechner zeigt dir, welche Nährstoffmengen ein erwachsener Hund nach NRC erreichen sollte.

Woher stammt der Wert für EPA + DHA?

In Tabelle 15-5 des NRC (2006) stehen für EPA + DHA bei erwachsenen Hunden zwei Angaben: 0,11 g je 1.000 kcal und 0,03 g (30 mg) je kg0,75 (empfohlene Zufuhr; sichere Obergrenze 2,8 g je 1.000 kcal bzw. 0,37 g je kg0,75). Der NRC empfiehlt außerdem, dass 50–60 % davon EPA und 40–50 % DHA sein sollen. Beide lassen sich nicht ineinander umrechnen (0,11 g je 1.000 kcal entsprächen bei 130 kcal/kg0,75 nur etwa 14 mg). Der Rechner verwendet den Wert pro kg0,75, 30 mg, weil er direkt auf dem Körpergewicht beruht; er wird auch in der aktuellen Studie von Fox B. D. et al. (2026): Revisiting eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid recommendations for healthy Siberian Huskies at maintenance. J Anim Sci 104: skag257 als NRC-Empfehlung für erwachsene Hunde angegeben. Diese Studie dosierte 30 mg je kg0,75 als Ausgangsdosis und prüfte höhere Mengen. Wir wählen Menge und Herkunft des Omega-3 nicht für dich aus: Der Rechner zeigt den NRC-Bedarf, mehr nicht. Hohe Dosen haben mögliche Nebenwirkungen, etwa auf Gerinnung, Verdauung und Wundheilung (Lenox C. E., Bauer J. E. (2013): Potential adverse effects of omega-3 fatty acids in dogs and cats. J Vet Intern Med 27(2): 217–226). In einer Studie mit 20 älteren Hündinnen senkte ein sehr hohes Omega-3-Angebot (Omega-6:3 = 1,4:1) die zellvermittelte Immunantwort und den Vitamin-E-Spiegel im Blut und erhöhte die Lipidperoxidation (Wander R. C. et al. (1997): The ratio of dietary (n-6) to (n-3) fatty acids influences immune system function, eicosanoid metabolism, lipid peroxidation and vitamin E status in aged dogs. J Nutr 127(6): 1198–1205).

Reicht Leinöl für EPA und DHA?

Nach den vorliegenden Studien nicht zuverlässig. In einer Fütterungsstudie mit je zehn Hunden pro Gruppe führte Leinöl (liefert Alpha-Linolensäure) bei gleichem Omega-6:3-Verhältnis zwar zu mehr EPA in Plasma und Zellmembranen, DHA war in der Leinölgruppe aber nicht nachweisbar, bei Fischöl dagegen schon (Waldron M. K., Hannah S. S., Bauer J. E. (2012): Plasma phospholipid fatty acid and ex vivo neutrophil responses are differentially altered in dogs fed fish- and linseed-oil containing diets at the same n-6:n-3 fatty acid ratio. Lipids 47: 425–434). Eine weitere Studie fand, dass bei gleichem Omega-6:3-Verhältnis die zugeführte Menge an Omega-3 entscheidet, wie viel EPA und DHA im Plasma ankommt (Hall J. A. et al. (2006): The (n-3) fatty acid dose, independent of the (n-6) to (n-3) fatty acid ratio, affects the plasma fatty acid profile of normal dogs. J Nutr 136(9): 2338–2344). Der Rechner nennt deshalb EPA + DHA als eigenen Wert und zusätzlich die Alpha-Linolensäure. Die Studie von Waldron et al. wurde von Nestlé Purina mitfinanziert, zwei der Autoren sind dort angestellt; das sollte man bei der Einordnung wissen.

Für welche Hunde ist dieser Rechner gedacht?

Für gesunde, erwachsene, ausgewachsene Hunde im Erhaltungsbedarf. Nicht gedacht ist er für Welpen und Junghunde (dafür gibt es den Welpen NRC-Bedarfsrechner), für trächtige oder säugende Hündinnen (der Bedarf ist dort deutlich anders) und für kranke Hunde, etwa bei Nieren-, Herz- oder Lebererkrankungen. Hier legt die Tierärztin oder der Tierarzt bzw. ein tierärztlicher Ernährungsberater den Bedarf individuell fest.

Ist der Rechner eine Fütterungsempfehlung oder Dosierung?

Nein. Der Rechner zeigt ausschließlich den wissenschaftlich beschriebenen Nährstoffbedarf eines erwachsenen Hundes nach NRC 2006 als Bezugsgröße. Er empfiehlt keine Produkte und keine Dosierungen von Futtermitteln, Ergänzungen oder Zusätzen. Wie du den Bedarf deckst, entscheidest du mit deiner Tierärztin bzw. deinem Tierarzt oder einer Ernährungsberatung.

Quellen